Inhalte

1) Unser Lernkreis

Jedem gemeinsamen Lernen liegt folgendes Lernrad zugrunde, von Sophia Mae Tabassi in dieser Konstellation konzipert. Dieses Modell steht nach dem Open Source Prinzip allen frei zur Verfügung! Wer aus Freude und Dankbarkeit eine Spende dem Verein zukommen lassen möchte – nur zu! Kontakt

Der äußere Kreis ist von Dr. Claudius Kern (www.jurtenbau.at) entworfen, ua. nach den Impulsen alter afrikanischer, asiatischer und Native Americans Medizin-/Lern-Rädern..

Wahrnehmen:
den Gatsch spüren, das Wasser, das Feuer, den Wind, die Pflanzen, meinen Atem, dein Schulterblatt.
Intuieren: In der Praxis mit Yoga, Qi Gong, Tiefenwahrnehmung, Meditation und Singen als Wegmöglichkeiten umgesetzt.
Fühlen: Wie fühlt es sich an? Bereitet es Freude? zB Zahlen: gehe als Eins umher, nun zu zweit: Was bereitet mehr Freude?
Wissen: 2+2 ergeben vier. Der Hartriegelstrauch sieht dem Faulbaum sehr ähnlich. Rot, Blau und Gelb sind Primfarben…

Der mittlere Kreis beinhaltet Verknüpfungen frei nach Neurodidaktik und Franklin-Methode®. Von der Basis ausgehend sind diese Bewegungsmöglichkeiten Wege, die zu den Punkten im Äußeren Kreis führen – Imagination, Kommunikation, Bewegung, Spaß. Der Innerste Kreis, die Basis, ist das, was unser aller Antrieb darstellt. Liebe ermöglicht Entstehung, Entwicklung, Wachsen, Lernen, Leben an sich.

2) Eltern mit Kindern
Die Gestaltung dieser positiven Lernatmosphäre obliegt den Eltern und den Kindern selbst. Was in einer Schule selten möglich ist wird hier gelebt. Die Natur gibt die Rahmenbedingungen vor, wir nutzen diese Freiheit, gestalten unser Lernen und unsere Umgebung somit selbstbestimmt.

“Jedes Tier, jede Pflanze, jeder primitive Vielzeller und sogar jedes Bakterium ist in der Lage, seine eigenen Lebensbedingungen zumindest teilweise selbst zu gestalten.”

Dr. Gerald Hüther – Gehirnforscher und Neurobiologe:

3) Lebensanschauung

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Beobachtung, dass Arbeiten, Lernen und Spielen keinerlei Unterschiede aufweisen sollten. Gesagt getan – wir unterscheiden diese Tätigkeiten nicht.

Das Ziel des Lebens ohne Schule ist es, lebenslanges, selbstbestimmtes Lernen zu fördern.

4) Umsetzung

Erwachsene stellen Material bereit, beobachten und begleiten die Kinder, sind Vorbild, leiten die Kinder durch die Art wie sie leben. Sie begleiten, sorgen für Gelegenheiten, etwas Neues auszuprobieren, bieten Unterstützung, Ermunterung und Inspiration an.

Wir bewegen uns in Richtung Eigenverantwortlichkeit und Gleichwertigkeit (Alter, Begabung, Geschlecht, Herkunft, etc.). Wir leben wovon wir begeistert sind und nehmen uns Zeit für unsere Beziehungen. Ziel ist die Achtsamkeit im Umgang mit uns selbst, den Menschen und der Umwelt!

Hausübungsfragen für Eltern:

  1. Wie war mein erster Schultag? Wie waren meine ersten Schuljahre? Lehrkräfte, Räumlichkeiten, Didaktik, Familien-Qualitätszeit?
  2. Was bedeuten die Begriffe “brav” und “schlimm”? Alternativen? (Siehe Jesper Juul)
  3. Wie fühlt es sich an, wenn meine Leistungen bewertet werden? Wenn meine Person beurteilt wird? Wie sehr beeinflussen diese Bewertungen mein Handeln und Sein? (Siehe Marshall B. Rosenberg)
  4. Handele ich persönlich lieber nach Anweisung oder nach eigener Initiative?
  5. Was genau sind die Unterschiede zwischen arbeiten, spielen und lernen? Alternatives Handlungsmodell?

Und auf geht’s in die Natur – im Äußeren sowie im Inneren!

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